Ich habe überlebt: Ein Tag ohne Smartphone

Ich habe beschlossen, jede Woche einen Tag lang auf mein Smartphone zu verzichten. Dies ist keine meiner „witzigen“ Ideen, wie damals, als ich entschied, mich einen Tag lang nur von Desserts zu ernähren, sondern vielmehr ein notwendiger Schritt.

Letztens, als ich im Regen durch die Stadt rannte und beim panischen Checken meines Instagram-Accounts (wie viele Likes hatte mein Selfie in dieser Clownsperücke bekommen? Ich musste es wissen!) gegen ein Kutschpferd knallte, wusste ich, dass es so nicht weitergehen konnte.

Wenn man bei seiner liebsten Tätigkeit ein majestätisches Tier rammt, ist es womöglich an der Zeit, sein Hobby (oder, entschuldigt das Wortspiel, Steckenpferd) zu überdenken. Wie schlimm konnte ein Tag ohne Handy schon sein? View Full Post

Was ich aus Reality Shows gelernt habe

Schon seit Jahren schaue ich überdurchschnittlich viele Reality Shows und bin dabei auch nicht wählerisch: Von den Kardashians, bis hin zu fast allen Real Housewives und aus Nostalgie ab und an einer Folge The Hills befriedigt nahezu alles meinen Trash-Trieb. Bitte urteilt nicht über mich! Ich bin ein halbwegs normaler Mensch.

Manche normale Menschen koksen nach Feierband gern: Ich schaue Reality TV.

Nun liebe ich es auch, Dinge zu überanalysieren und da bilden Reality Shows natürlich keine Ausnahme. Warum finde ich diese Leute so spannend?, fragte ich mich oft. Sie sind doch genau wie du und ich, mit der einzigen Ausnahme, dass sie oft exzentrischere Namen wie etwa „Mama June“ oder „Sugar Bear“ tragen. Bis es mir eines Tages wie Schuppen von den Augen fiel.
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Die Buchinger Methode, oder: Der Schlüssel zur Entspannung

Eines meiner Ziele im Leben ist es, mich früher oder später in eine dieser eleganten alten Damen zu verwandeln, wie ich sie oft in der Seniorenresidenz meiner Großmutter sehe. Mit einer Teetasse in einer Hand und der neusten Ausgabe Die Ganze Woche in der anderen erzählt mir eine Frau namens Gertrude etwa freizügig von all den Urlauben ihres Lebens: Die Sommerfrische in Ljubljana wurde dicht gefolgt von einem dreiwöchigen Ski-Urlaub in Lech und generell scheint mir so, als wäre sie ihr Leben lang nur im Urlaub gewesen.

Wenn ihr mich fragt, klingt das absolut traumhaft!

Da ich wieder einmal den Punkt erreicht hatte, an dem mir alles in Wien (inklusive mir selbst, meine Wohnung, sowie auch der Frühling und einfach Menschen generell) irrsinnig auf die Nerven ging, schnappte ich mir meinen Freund Dominik, das Auto meiner Mutter und machte mich auf den Weg ins Falkensteiner Schlosshotel in Velden, um dort einige ruhige Tage zu verbringen und ein für alle Mal zu klären, wie man richtig entspannt (ich bin die Dr. Jane Goodall der Entspannung).
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Der ewige Kreis (des Hasses)

Vor Kurzem hatte ich einen lustigen „Aha-Moment!“ (wie Oprah es nennen würde) zum Thema Negativität, die sich – wie ich lernte – in etwa so schnell verbreiten kann, wie ein Feuer in einer Perücken-Fabrik. Hier folgt meine viel zu detaillierte Geschichte über den ewigen Kreis des Hasses:

Einen Tisch in einem angesagten Lokal zu bekommen ist manchmal ähnlich schwer, wie einen Frisör zu finden, der nicht über dein gesamtes bisheriges Leben und all deine Probleme quatschen möchte. Das ist mir besonders im Dezember aufgefallen, als ich mehrmals erfolglos versuchte, einen Tisch fürs Mittagessen in einem Lokal zu bekommen, das sich großer Beliebtheit erfreute.

Da ich bei meiner Essens-Wahl besonders spontan bin (der einzige Bereich meines Lebens, bei dem ich spontan bin!) wanderte ich immer ohne Reservierung in das Restaurant und fragte nach einem Tisch, wo ich stets mit der Reaktion konfrontiert wurde, die ich in solchen Situationen am meisten hasse. Hier eine genaue Beschreibung des Dialogs, den der Maître (wie man solche Personen wohl nennt) und ich bestimmt an drei verschiedenen Tagen führten.
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