Mein Leben als Fashion-Blogger

Es ist ein gängiger Irrtum um meine Person, dass ich mich brennend für Mode interessiere. Nur, weil ich einen Blog betreibe und einmal im Jahr 2013 ein Outfit getragen habe, das drei Leute als „cool“ bezeichneten, halten mich 90% der Menschen in meinem Umfeld nun für einen „Fashion Blogger“ und wollen wissen, was ich von der neuen Givenchy-Kollektion oder „Peplum“ als Modetrend halte.

Die Wahrheit ist: Mode ist mir wirklich nicht so wichtig. Bis vor Kurzem dachte ich, dass Balenciaga und Baklava ein und dieselbe Sache sind. Meinen aktuellen Kleidungsstil würde ich als „Ich ziehe gerade um und all meine gute Kleidung ist bereits in den Umzugskisten!“ bezeichnen. Manchmal beneide ich Gefängnisinsassen, weil sie sich nicht jeden Tag aufs Neue überlegen müssen, was sie anziehen. View Full Post

SMALLTALK VERBOTEN!

Meine absolute Vorstellung vom Himmel ist es, eine Frisörin zu finden, die mir einfach nur die Haare schneidet und Smalltalk genau so sehr hasst, wie ich. Leider muss ich euch berichten, dass es mir schier unmöglich ist, solch eine Person zu finden.

Sitze ich im Frisörstuhl, möchte ich die Augen schließen, an Zimtschnecken denken und mich nicht verpflichtet fühlen, völlig gezwungene Fragen zu beantworten, wie etwa, wie viele Geschwister ich habe und wo ich den nächsten Urlaub verbringe. Warum all diese Fragen? Bist du Privatdetektivin?
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Entspann dich doch mal, Michi Buchinger!

Wer mich kennt weiß, dass ich immer ein bisschen gestresst bin. Mein am meisten vorhandenes Anspannungs-Level entspricht wohl „Katze, der gerade die Nägel geschnitten werden“. Aufgebracht haste ich von einem Termin zum nächsten; eine Tatsache, die meine Freunde ganz und gar nicht verstehen.

„Du bist ständig im Urlaub und hast ein angenehmes Leben. Wie kommt es, dass du immer angespannt bist?“. Das stimmt leider: Mithilfe meines Instagram-Accounts habe ich nachgezählt und festgestellt, dass ich 2016 ganze 15 Mal im Urlaub war; eine Summe, die ob des CO2-Ausstoßes beim Fliegen wohl nicht sonderlich „green“ ist.
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Ein Geschenk von mir an mich

 

Ich liebe Online-Shopping und ich fühle mich auch ganz schlecht deswegen. Als halbwegs schlauer Mensch, der auf Französisch bis 10 zählen kann, verstehe ich, dass es blöd von mir ist, Großkonzerne im Internet anstatt die „kleinen Läden nebenan“ zu unterstützen. Ich habe auch wirklich ein schlechtes Gewissen und schlafe deshalb nachts so unfassbar schlecht, als hätte ich mir vor dem Bett einen Liter Kaffee gegönnt. Und dennoch bestelle ich Artikel aus dem Internet, als würde ich mich auf die Apokalypse vorbereiten.

Natürlich könnte ich meine Vorliebe fürs Online-Shopping damit rechtfertigen, dass ich soziale Interaktion hasse. Es ist mir unangenehm, in einen Laden zu gehen, die tausend Fragen der Verkäuferin zu beantworten und dann eine Hose anzuprobieren, nur um festzustellen, dass ich darin Bozo dem Clown gleiche.
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Born to be mild – Michis milde Nächte!

„Was ist bloß aus mir geworden?“ fragte ich mich, als ich eines Freitags zur Primetime völlig erschöpft in meinem Bett lag und mich bemühen musste, um nicht einzuschlafen, bevor der Täter in „Mord ist ihr Hobby“ entlarvt worden war. Ich bin 23 und ich bin sicher, es gibt Tage, an denen meine liebe Großmutter in ihrer edlen Seniorenresidenz spannendere Abende hat als ich.

Jeder, der mich kannte, als ich 16 war, wird euch sagen, dass ich eine wahre Spaßkanone war, die regelmäßig und mit Vorliebe gegen die „Nicht mit Alkohol mischen!“-Warnung auf Red Bull-Dosen rebellierte. An einem guten Wochenende ging ich damals auf ganze drei Partys – heute sehe ich es als einen Triumph an, wenn es mir gelingt, einmal im Monat bis 1 Uhr wachzubleiben.
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