LA VIE EN ROSE

Wien, 8. Jänner 2022
 
 
Da ich in beunruhigend großen Schritten auf die 30 zurase, habe ich zum Jahreswechsel beschlossen, noch einmal so richtig crazy zu sein und meine Haare rosa zu färben. Ich liebe es! Erst durch meine neue Haarfarbe fällt mir auf, wieviele Leute eigentlich rosa Haare tragen. Wenn ich sie auf der Straße sehe, möchte ich sie gerne in ein Gespräch verwickeln, oder ihnen zumindest ein freches Thumbs-Up geben, ähnlich wie ich immer am liebsten hupen würde, wenn ich beim Autofahren jemanden mit dem exakt gleichen Auto sehe, aber mein Freund kann mich immer gerade noch davon abhalten, weil er sagt, das sei äußerst komisch und ich solle die Leute nicht stören.
 
An dieser Stelle werde ich kess behaupten, dass Leute mit rosa Haaren einfach mehr Spaß haben, vorausgesetzt deiner Definition von „Spaß“ entspricht es, nie ganz genau zu wissen, wie deine Haare am nächsten Tag aussehen werden. Jeden Tag nehmen meine Federn einen völlig anderen Farbton an, und das, obwohl ich sie selten, und wenn dann nur mit Silbershampoo (welches verwirrenderweise allerdings nicht silber, sondern violett ist) pflege. „Welche Farbe werden meine Haare wohl morgen haben?“, frage ich mich oft hoffnungsvoll, während ich mich in den Schlaf lächle - fröhlich im Wissen, Aurora Borealis am Kopf zu tragen.
 
Jetzt höre ich aber besser auf, über meine Haare zu sprechen, ehe ich Gefahr laufe, einer dieser Menschen zu werden, deren ganze Persönlichkeit daraus besteht, dass sie bunte Haare haben. Ich hab auch noch ein paar andere Neuigkeiten für euch, nämlich einerseits einen fantastischen Trailer für mein Comedy-Programm „Ein bisschen Hass muss sein“, mit dem ich auch 2022 in Österreich und Deutschland auftrete.  
 
Außerdem darf ich verraten, dass ich gerade auch an meinem vierten Buch schreibe, welches (wenn alles gut geht und ich mich nicht plötzlich eine Fran-Leibovitz-artige, zwanzig Jahre andauernde Schreibblockade erwischt) wahrscheinlich bereits Ende 2022 erscheint.  
 
Liebe Grüße,
euer Michi
 
 

HELLO FRIENDS!

Wien, 19. Oktober 2021
 
 
Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich bei Weitem nicht so busy bin wie die Leute in meinem Umfeld: Selten hört man mich über „die vielen E-Mails“ jammern, weil ich an manchen Tagen nur eine einzige bekomme, und das, obwohl ich viertelstündlich meine Inbox aktualisiere und sogar mehrmals hoffnungsvoll in den Spam-Ordner luge.

Umso mehr freut es mich, dass in den letzten Wochen und Monaten wirklich um einiges mehr los war: Im Sommer habe ich mein drittes Buch veröffentlicht, später das dazugehörige Hörbuch aufgenommen (es erscheint am 18. November!) und Anfang Oktober mit meinem zweiten Comedy-Programm „Ein bisschen Hass muss sein“ Premiere gefeiert.
 
Das war in der Tat ein bisschen mehr kreativer Output, als es normalerweise bei mir der Fall ist. Aber nun, da ich schon eure Aufmerksamkeit habe, werde ich an dieser Stelle gerne meinen kreativen Prozess mit euch teilen: Sowohl für das Schreiben meines Buches, als auch des Comedy-Programms, bin ich wie ein richtiger Klischee-Künstler in ein verlassenes Haus im Wald gefahren. Dort habe ich den ganzen Tag lang nichts anderes getan, als zu Kochen, zu Schreiben und mir nachts völlig unbegründet Sorgen zu machen, dass ein maskierter Mann einbricht und mich mit seiner Axt durch das ganze Haus jagt. Nichts fördert die Kreativität wie ein kleines bisschen Todesangst!
 
Zurück zum Thema: In den kommenden Wochen und Monaten bin ich mit meinem Programm in Österreich und Deutschland unterwegs und trete sogar in Deutschkreutz im Burgenland auf, wo ich mich hoffentlich zurückhalten kann, auf der Bühne zu der Melodie von „New York, New York“ meinen selbst-gedichteten Song „Deitschkreitz, Deitschkreitz“ zu performen. Es wird mir also nicht langweilig und dafür bin ich sehr dankbar. Abschließend darf ich euch außerdem freudig berichten, dass ich dieser Tage sogar manchmal drei bis fünf E-Mails täglich erhalte, die ich nicht mal mehr im Spam-Ordner suchen muss. Ihr merkt also: Es geht bergauf!

Liebe Grüße,
euer Michi